Zur Person

Ich wurde im Februar 1979 als Hendrik Braesch in Hannover geboren, wo ich die ersten 20 Jahre meines Lebens verbrachte. Hier entstanden auch meine ersten Geschichten. Die älteste, an die ich mich erinnern kann, trat an einem langweiligen Vormittag im Kindergarten ins Leben und handelte von einem Prinzen mit einer Bratpfanne. Leider weiß ich sonst nichts mehr davon. Vielleicht sollte ich sie eines Tages einmal schreiben.

Als ich selber zu lesen begann, entwickelte ich rasch eine Vorliebe für Geschichten, die sich vor allem durch frei fließende Phantasie auszeichneten und den Leser in ferne Welten entführten. Phantastik und Fantasy in allen Schattierungen wurde so meine liebste Jugendlektüre, und bis heute bin ich als Autor in diesem Genre zu Hause. Meine Passion als Weltenbastler wurde zudem durch die phantastischen Rollenspiele genährt, die seit der Grundschulzeit zu meinen Hobbys zählen.

Das Studium zog mich 1999 in die Ferne nach Tübingen. Das gemütlich-bunte Uni-Städtchen am Neckar ist lange Zeit meine Wahlheimat geblieben. Zögerliche Gehversuche in Fächern wie Informatik und Allgemeine Sprachwissenschaft waren dem Anspruch geschuldet, "etwas Vernünftiges" zu lernen. Doch holte mich meine Leidenschaft für Geschichten rasch ein, so dass aus mir schließlich ein Literaturwissenschaftler wurde. Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Literatur des europäischen Mittelalters, konkret auf dem mittelalterlichen Skandinavien. 2006 schloss ich das Studium mit dem Magister in den Fächern Skandinavistik, ältere Germanistik und Indologie ab. Es war für mich eine wunderbare Erfahrung, so unterschiedliche Geisteswissenschaften wie Sanskrit-Philologie und Altnordistik in bunter Fülle nebeneinander studieren zu dürfen. Aus diesen literarischen Welten ziehe ich bis heute viel Inspiration für mein eigenes Schreiben.

Von 2006 bis Ende 2011 war ich fünf Jahre lang wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Nordistik der Universität Tübingen, was vor allem bedeutet, dass ich Studierenden die Sprache und Literatur des mittelalterlichen Island nahe brachte und daneben meinen eigenen Forschungen nachging. Mein persönlicher Forschungsschwerpunkt sind die Märchensagas, eine Gruppe von Texten aus dem spätmittelalterlichen Island, die arthurische Rittergeschichten mit einheimischen Überlieferungen um Trolle und Gestaltwandler und einer ganzen Reihe weiterer Traditionen zu etwas Neuem verweben - ich war schon immer ein Freund wuchernder Vielfalt. Im April 2011 habe ich meine Dissertationsschrift zu diesem Thema eingereicht.

Auch habe ich große Freude am Unterrichten gefunden, weshalb ich als nächstes größeres Projekt im Oktober 2011 meine eigene Schreibwerkstatt "Satzweberei" hier in Tübingen gegründet habe, wo ich nun Schreibgruppen, individuelles Schreibcoaching und andere schreibdidaktische Dienstleistungen anbiete.

Seit August 2013 lebe ich wieder in nordischen Gefilden, nämlich in Syke bei Bremen. Der Tübinger Skandinavistik bleibe ich durch einen Lehrauftrag in Altnordistik weiterhin treu.